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Fliegenpilz Der Fliegenpilz, lat. Amamita muscaria, ist auch in unseren Breiten beheimatet Er enthält zwei Hautpwirkstoffe: Das für seine Giftigkeit verantwortliche Alkaloid Muskarin, sowie Atropin. Das Muskarin regt den Magen-Darm-Trakt an, rötet die Haut, läßt den Speichel vermehrt fließen und verengt die Pupillen. Man hat drei weitere Wirkstoffe im Fliegenpilz gefunden: Muscazon, Muscimol und Ibotensäure, Bufotenin wurde nur in geringen Mengen gefunden. Muscimol löste nicht so starke Halluzinationen aus wie LSD, beeinflußt aber Wahrnehmung, Denken, Sprache und Raum- und Zeitgefühl. Der Glaube, der Name Fliegenpilz käme von der Wirkung als Fliegengift, ist falsch. Die Fliege fällt, nachdem sie von in Milch gelösten Fliegenpilzgift getrunken hat, nur in einen scheintoten Zusatdn, fliegt aber nach kurzer Zeit munter weiter. Der Fligenpilz wächst in unserren Breiten, bis hin nach Sibirien, und in Asien. Er bevorzugt siliziumhaltige Böden und wächst meist unte Nadelbäumen. Die giftige Wirkung läßt sich wie folgt beschreiben: bis vier kleine bis mittelgroße Pilze konsumiert, löst er Übelkeit, Schläfrigkeit, Schwindel und Müdigkeit aus. Gelegentlich kommt noch das Gefühl von Schwerelosigkeit dazu, ebenso wie das Sehen von Farben und Euphorie. Fünf bis zehn gleichgroßer Pilze lösen Erregungszustände, Halluzinationen, verwirrtheit und Museklzuckungen aus, danach fällt der Konument in einen traumhaft angeregten Schlaf. Ab zehn Pilzen geht man von tödlicher Wirkung aus. In Sibirien wird der Fliegenpilz heute noch als Rauschdroge verwendet ,allerdings wird der Konsum von staatlicher Seite bekämpft.
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