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Heroin ist ein Opiat und wird aus dem Schlafmohn (Papaver somnifercum) gewonnen. Weltweit gibt es etwa 600 Arten des Mohns, doch nur der Schlafmohn erzeugt das entsprechende Alkaloid. Es wird aus dem eingetrockneten Milchsaft der unreifen Kapseln des Schlafmohns gewonnen. Die Zeit der Ernte beträgt nur etwa fünf Tage.
Die Kapselwände werden mit einem Spezialmesser angeritzt, wobei die rasch braun werdende Milch austritt. Sie wird am nächsten Tag abgeschabt und gesammelt. Pro Kaspel gewinnt man ca 0,05g Rohopium. Die dann vorliegende rötlich-braune Masse hat einen bitteren Geschmack und einen betäubenden Geruch.
Opium ist seit 6000 Jahren bekannt und kommt aus Afghanistan, Pakistan, Iran, Burma, Laos und Thailand.
Der Heroinrausch führt zu einer kurzen Euphorie, die sonst von keiner anderen Droge erreicht wird. Alleine dies birgt die Gefahr auf das Verlangen nach dem nächsten "Schuss".
Heroin vermag, wie andere angeführte Drogen auch, das erneute Bewusstwerden verdrängter Erinnerungen. Beim Absinken des Opiatspiegels wird der Konsument reizbar, verstimmt und depressiv.
körperlicher Entzug: 12 Stunden: Unruhe, Schwitzen, Schwächegefühl, "Gierschlaf" 18-24 Stunden: Aus der Nase tritt Schleim, Augen tränen, erweiterte Pupillen, Gänsehaut, der Magen-Darm-Trakt spielt verrückt, es kommt bis zu 60 wässrigen Stuhlgängen am Tag, Erbrechen. 36 Stunden: extremes Kältegefühl (Zudecken mit allem Greifbaren), Zuckungen.
Diese Entzugssymptome muss der Abhängige mit einer erneuten Dosis Heroin lindern, bzw. abstellen, womit obiger Kreislauf erneut beginnt, sofern nicht hier ebenfalls neu "gefixt" wird!
Heroinabhängige zeigen als Langzeitsymptome fahles Aussehen, Schweissausbrüche bei kleinsten Anstrengungen, Magen-Darm-Beschwerden, Ausschläge, Angina-Pectoris-Anfälle, sowie gravierenden sozialen Abstieg.
Heroin macht durch das extrem hohe Suchtpotenzial fast immer bereits nach der ersten Einnahme körperlich abhängig. Diese Droge kann man nicht "im Griff" haben!
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