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Eine ganze Anzahl von haushaltsüblichen Lösungsmitteln hat sich als berauschend herausgestellt. Am bekanntesten ist das Schnüffeln von Klebstoffen.
Es werden hier flüchtige Lösungsmittel auf Träger getropft und dann vor Nase oder Mund gehalten oder in Tüten verbracht und von dort auf eingeatmet. Geschnüffelt werden auch Xylol, Hexan, Aceton, Tetraflourkohlenstoff und Butylacetat.
An Gefährlichkeit gewinnen diese Drogen, wenn sie in Tüten über den Kopf gezogen werden, da, beim eintretenden Rausch, unter Umständen nicht mehr schnell reagiert werden kann, sodass die Intoxikation schnell tödliches Niveau erreichen kann.
Weitere Schnüffelstoffe sind Chloroform, Toluol, Benzin und Ether.
Es ist bis heute nicht geklärt, warum einige Substanzen das zentrale Nervensystem vorübergehend lähmen, sodass kaum oder keine Schmerzen gespürt werden (Narkose!).
Die Wirkung der berauschenden Substanzen geht quer durch das Periodensystem der Elemente, wie z.B. bei Edelgasen (Xenon), Teilen der Kohlenwasserstoffe, Alkoholen.
Man geht davon aus, dass der menschliche Organismus auf die völlig verschiedenen Reize eben nur die Narkose als Antwort kennt.
Bei geschnüffelten Lösungsmitteln sollen aber nur die ersten Stufen der Narkose (Analgesie und Erregung) erreicht werden. Die euphorisierende Wirkung sowie die gelöste Trunkenheit sind hier die erstrebten Ziele.
Nahezu alle Lösungsmittel sind, auf Dauer konsumiert, giftig, es kommt zu Leberschädigungen, nervlichem Abbau, Herzleiden oder gar mehrtägigen Delirien.
Bei Überdosierungen kommt es zu Panik- und Angstzuständen bis zum Herz-Kreislauf-Versagen.
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