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Samstag, 31. Juli 2010 

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Das Drogenlexikon für die Jackentasche: mit Lexikon der Drogensprache

LSD
LSD (auch LSD 25, Lysergsäurediethylamid) ist das Ergebnis des 25. Versuches in einer Reihe analoger Stoffe, wozu auch ebenjene Synthetisierung der Lysergsäure gehörte. Die Lysergsäure wird vom Mutterkornpilz (Claviceps purpurea) abgesondert.

Ab 1938 experimentierte Dr. Albert Hofmann in den Sandoz-Laboratorien in Basel mit der Lysergsäure. Am 16.04.1943 arbeitete er mit d-Lysergsäurediethylamid-tartrat, wobei ihm etwas in den Mund geriet. Später fühlte er sich ruhelos, betäubt und hatte Halluzinationen. Er kam darauf, dass nur das LSD den Rausch hat hervorrufen können, und startete am 19.04.1943 einen zweiten, protokollierten Versuch mit 0,25mg.

LSD kam später unter dem Namen "Delysid" in den Handel, der im April 1966 jedoch eingestellt wurde.

LSD führt zu einer krankhaften Umwandlung seelischer Vorgänge, bereits 0,1 mg reichen für einen "Trip" aus. Die häufigsten Formen des LSD sind: Blue Cheer, Grün- und Rotkreuzer, Happy Faces, Orange Sunshine und Peace Trip, wobei die Bezeichnungen irritierend verharmlosend sind.

LSD wirkt bei oraler Einnahme nach ca. 45 Minuten und führt, so wird berichtet, zu dem Gefühl einer mystischen Einheit mit dem All, religiöser Intensität und einem neuen Selbstbild.

Der Körper reagiert auf LSD mit erweiterten Pupillen und gelegentlicher Übelkeit, Kältegefühl und Halluzinationen. Die psychischen Folgen sind sehr variabel und hängen vom Individuum ab. Hier wird von Eindrücken der Farbbrillanz, intensiverer Wahrnehmung und höherer Leistungsfähigkeit berichtet. Diese subjektiven Eindrücke konnten in Tests jedoch nicht bestätigt werden.

Im Dunklen kommt es zum Sehen von Flackern, Nebel, Farbstreifen, bunten Formen, Tieren und Insekten. Im Vordergrund stehen hier die Farben rot, gelb und hellgrün, bei schlechterer Stimmung blau und dunkelgrün. Ein relativ klares Bewusstsein wird allen Probanden bestätigt, sie hatten aber meist Angst, Depressionen, meist passives Verhalten, waren aber auch gelegentlich in Ekstase.

Beobachtet wurde bei werdenden Müttern schon Chromosomenbrüche beim ungeborenen Kind, was zu Erbschäden führt.

Gelegentlich kommt es zu "bad trips" oder "Horrortrips", Psychosen oder Suiziden (im Glauben, man könne fliegen).

Bei chronischen Konsum tritt zwar keine physische, aber sehr wohl psychische Abhängigkeit, es kommt auch zu Aggressionen oder Neurosen.

"Flash-backs" sind beim LSD häufig beobachtet worden, also dass die Wirkung des LSD ohne Einnahme von LSD selbst auftrat (Trockenrausch). Diese werden meist als Horrortrips erlebt.

 
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