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Sonntag, 05. Februar 2012 

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LSD

(auch LSD 25, Lysergsäurediethylamid-tartrat) ist das Ergebnis des 25. Versuches mit analogen Sub­stanzen, wozu auch die Synthetisierung der Lyserg­säure gehörte. Die Lysergsäure wird vom Mutter­kornpilz (Claviceps purpurea) abgesondert.

Ab 1938 experimentierte Dr. Albert Hoffmann in den Sandoz-Laboratorien in Basel mit der Lyserg­säure. Am 16.04.1943 arbeitete er mit d-Lyserg­säurediethylamid-tartrat, wobei ihm etwas in den Mund geriet. Später fühlte er sich ruhelos, betäubt und hatte Halluzinationen. Er kam darauf, dass nur das LSD den Rausch hat hervorrufen können und startete am 19.04.1943 einen zweiten, protokol­lierten Versuch mit 0,25 Mikrogramm.

LSD kam später unter dem Namen "Delysid" in den Handel, der im April 1966 jedoch eingestellt wurde.

LSD führt zu einer krankhaften Umwandlung seeli­scher Vorgänge, bereits 0,1 Mikrogramm reichen für einen "Trip" aus. Die häufigsten Formen des LSD sind: Blue Cheer, Grün- und Rotkreuzer, Happy Faces, Orange Sunshine und Peace Trip, wobei die Bezeichnungen irritierend verharmlosend sind.

LSD wirkt bei oraler Einnahme nach ca. 45 Minuten und führt, so wird berichtet, zu dem Gefühl einer mystischen Einheit mit dem All, religiöser Intensität und einem neuen Selbstbild.

Der Körper reagiert auf LSD mit erweiterten Pupillen und gelegentlicher Übelkeit, Kältegefühl und Halluzinationen. Die psychischen Folgen sind sehr variabel und hängen vom Individuum ab. Hier wird von Eindrücken der Farbbrillanz, intensiverer Wahrnehmung und höherer Leistungsfähigkeit berichtet. Diese subjektiven Eindrücke konnten in Tests jedoch nicht bestätigt werden.

Im Dunklen kommt es zum Sehen von Flackern, Nebel, Farbstreifen, bunten Formen, Tieren und Insekten. Im Vordergrund stehen hier die Farben rot, gelb und hellgrün, bei schlechterer Stimmung blau und dunkelgrün. Ein relativ klares Bewusstsein wird allen Probanden bestätigt, sie hatten aber meist Angst, Depressionen, meist passives Verhalten, waren aber auch gelegentlich in Ekstase.

Beobachtet wurden bei werdenden Müttern schon Chromosomenbrüche beim ungeborenen Kind, was zu Erbschäden führt.

Gelegentlich kommt es zu "bad trips" oder "Horror­trips", Psychosen oder Suiziden (im Glauben, man könne fliegen).

Bei chronischem Konsum tritt zwar keine physische, aber sehr wohl psychische Abhängigkeit ein, es kommt auch zu Aggressionen oder Neurosen.

"Flash-backs" sind beim LSD häufig beobachtet worden, also dass die Wirkung des LSD ohne Einnahme von LSD selbst auftrat (Trockenrausch). Diese werden meist als Horrortrips erlebt.

Fügt man dem LSD nur ein Bromatom hinzu, ver­fliegt die halluzinogene Wirkung, die Gewöhnung an LSD an sich tritt aber auf. Warum gerade so, ist unbekannt.

 

 
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